Was ist das halbkontinuierliche Extrusionsverfahren?
Das halbkontinuierliche Extrusionsverfahren ist eine neue Technologie, die Materialabfall durch wiederholtes Laden von Barren während des Extrusionsprozesses reduziert. Bei der traditionellen Extrusion eines einzelnen Barrens in einem Durchgang entstehen bei jedem Extrusionsprozess Kopf- und Schwanzabfall sowie Extrusionsüberstände, was zu einer geringen Materialausnutzung führt. Bei der halbkontinuierlichen Extrusion werden Barren während der Stabilisierungsphase der Extrusion wiederholt geladen, wodurch Materialabfall in den späteren Phasen des Extrusionsprozesses vermieden und die Ausnutzung von Edelmetallmaterialien erheblich gesteigert wird.
Vorteile des Verfahrens
Studien haben gezeigt, dass sich durch das halbkontinuierliche Extrusionsverfahren die Materialausnutzung auf über 95 % steigern lässt, während beim herkömmlichen Vorwärtsextrusionsverfahren nur rund 90 % erreicht werden. Das bedeutet, dass die Menge an silberhaltigem Material, die während der Produktion verworfen wird, erheblich reduziert wird, was wiederum die Gesamtverarbeitungskosten senkt. Konkret liegen die Prozessverbesserungen in den folgenden Bereichen:
Reduzierter Abfall von Extrusionsresten und beschnittenem Endmaterial: Die halbkontinuierliche Extrusion verringert den Materialabfall pro Arbeitsgang, indem sie die Anzahl der Extrusionsstopps reduziert.
Verbesserte Produktivität: Durch die Abfallreduzierung können Unternehmen mehr Produkte mit weniger Rohmaterial herstellen und so ihre Wirtschaftlichkeit verbessern.
Sicherstellung der Produktqualität: Nach der Testüberprüfung ist die Oberfläche der im halbkontinuierlichen Extrusionsverfahren hergestellten Bleche und Streifen glatt und frei von Defekten wie Blasen und Rissen, was beweist, dass dieses Verfahren auch in Bezug auf die Qualitätskontrolle zuverlässig ist.
Frühes Stadium der ersten Barrenextrusion
Stabilisierungsphase für die erste Barrenextrusion
Extruderstange bricht vom Extruder ab
Der zweite Barren wird in den Extruder geladen
Experimentelle Validierung und praktische Anwendung
Der halbkontinuierliche Extrusionsprozess wurde in der tatsächlichen Produktion mehrfach validiert. Das Forschungsteam von Fudar verwendete im Test AgSnIn-Legierungsmaterial mit einem 880-Tonnen-Extruder und führte mehrere Barrenlade- und Extrusionsvorgänge bei 700 °C durch. Die Testergebnisse zeigten, dass der gesamte Extrusionsprozess reibungslos und ohne jegliches Zerdrücken durchgeführt wurde, mit einem guten Aussehen der extrudierten Platten, einer engen Verbindung zwischen den Barren und ohne Risse oder andere Mängel.
Darüber hinaus kann der halbkontinuierliche Extrusionsprozess durch den Vergleich der Materialnutzungsraten verschiedener Prozesse die Ausbeute an silberbasierten Kontaktmaterialien erheblich verbessern und so die Herstellungskosten effektiv senken.
Abschluss
Das halbkontinuierliche Extrusionsverfahren bietet eine effiziente und kostensparende Lösung für die Herstellung von Kontaktmaterialien auf Silberbasis. Es verbessert nicht nur die Materialausnutzung erheblich, sondern gewährleistet auch eine qualitativ hochwertige Produktausgabe. Mit der weiteren Förderung und Anwendung dieses Verfahrens wird davon ausgegangen, dass die Herstellungskosten von Kontaktmaterialien in Zukunft weiter gesenkt werden. Wenn Sie weitere Informationen zu Fudar-
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